Zur Erläuterung

Das Thema "Zwangsarbeit in Schleswig-Holstein" ist ein Bereich der schleswig-holsteinischen Geschichte, der trotz einzelner Forschungsansätze bisher noch nicht hinreichend aufgearbeitet ist. Aus diesem Grunde und vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über einen Entschädigungsfonds für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hat sich im Januar 2000 eine FORSCHUNGSGRUPPE (FG) gebildet, die mit diesem Internetprojekt das Ziel verfolgt, die Öffentlichkeit zu informieren und den derzeitigen Kenntnisstand deutlich zu verbessern.

In den Jahren von 1939 – 1945 wurden in Schleswig-Holstein mehr als 200.000 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus vielen europäischen Staaten in den verschiedensten Wirtschaftsbereichen, so z.B. in der Landwirtschaft, in der Industrie, im Handwerk und auch im öffentlichen Dienst eingesetzt. In vielen Fällen als Ersatz für die zum Kriegseinsatz rekrutierte männliche Bevölkerung.

Unter dem Begriff Zwangsarbeiter verstehen wir als FG in erster Linie

  • Männer, Frauen und Kinder, die gegen ihren Willen zur Arbeit im Deutschen Reich genötigt wurden.
  • Kriegsgefangene, die zum Arbeitseinsatz aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurden, aber nicht in ihre Heimat zurückkehren durften.
  • Kriegsgefangene, deren Arbeitseinsatz z.B. durch die Beschäftigung in der Rüstungsindustrie in erheblichem Maße gegen völkerrechtliche Bestimmungen verstieß.
  • Häftlinge in den Konzentrationslagern.
  • ausländische Staatsbürger, die u.a. wegen Widerstandstätigkeiten gegen die deutsche Besatzungsmacht zu Haftstrafen verurteilt und dann zum Arbeitseinsatz gezwungen wurden.

Die FG versucht für möglichst viele Einsatzorte von Zwangsarbeitern in Schleswig-Holstein eine genauere Beschreibung zu erhalten. Alle Ortskundigen und Interessierten sind daher aufgefordert an dieser Arbeit durch das Übermitteln von zusätzlichen Informationen und BERICHTIGUNGEN mitzuwirken. Wir würden uns ebenfalls freuen, wenn ehemalige Zwangsarbeiter oder Zwangsarbeiterinnen sich mit uns in Verbindung setzen und vielleicht ihre persönlichen Erlebnisberichte übermitteln.

Im Folgenden finden Sie unter "Einzelne Orte" eine Auflistung von Zwangsarbeiterlagern und Kriegsgefangenenarbeitskommandos. Ein Quellennachweis erfolgt grundsätzlich erst im Rahmen einer genaueren Darstellung der einzelnen Lager. Die Angaben beziehen sich im Wesentlichen auf den überarbeiteten und ergänzten Tabellenanhang aus dem von Gerhard Hoch und Rolf Schwarz im Jahre 1985 herausgegebenen Buch: Verschleppt zur Sklavenarbeit. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein, S.159 ff..

Unter der Rubrik "Ergebnisse" sollen Darstellungen über einzelne Fragen der Zwangsarbeit veröffentlicht werden, so zum Beispiel zu den Themen Krankheit, Schwangerschaft, Kirche und Diakonie. Es werden aber auch Hinweise auf themenrelevante "Quellen" gegeben. Neu sind die "Zeitzeugenberichte", das "Diskussionsforum" und die eigenständige Abteilung "Besprechungen", die sich auf aktuelle Neuerscheinungen und Veranstaltungen zum Thema bezieht.

Eine umgehende Kontaktaufnahme per e-mail ist zur Zeit möglich über roschw@gmx.de oder fentsahm@versanet.de


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