Das Schicksal von Stanislaw Piasecki aus Poznan

[Auf der Rückseite ist vermerkt: "Für Staszek, den Gefährten trauriger und fröhlicher Augenblicke, (von) Staszek. Bordesholm 1.IX.1940"]

Von dem ebenfalls aus Poznan stammenden Stanislaw Piasecki berichtete seine Frau, dass er beim Sonntagsspaziergang am Ufer der Warthe von Gestapo-Beamten festgenommen worden war. Er wurde auf das Gelände von DWM [Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken] verbracht, durfte zwischenzeitlich nicht noch einmal nach Hause und nach drei Tagen sei für ihn der Abtransport nach Deutschland erfolgt.[1]

Aufgrund der Eintragungen im Einwohnermelderegister von Wattenbek ist anzunehmen, dass Smoczynski und Piasecki zeitgleich in Neumünster angekommen sind. Sie mussten hier auf einen Lastwagen umsteigen und sind dann nach Bordesholm bzw. Wattenbek gebracht worden.[2] In der dortigen Wohnbaracke waren zu diesem Zeitpunkt bereits die Männer aus Lodz anwesend.


[1] Angaben von Frau Piasecki gegenüber dem Verfasser am 04.08.1994 (siehe dazu Uwe Fentsahm: Auf den Spuren der polnischen Zwangsarbeiter in Wattenbek - oder: Die etwas andere Urlaubsreise, in: Mitteilungen des Geschichtsvereins für das ehemalige Amt Bordesholm, Heft 4 (1995), S.17ff.).

[2] Brief von Janusz Smoczynski an den Verfasser vom 30.07.1994.