Das "Gemeinschaftslager Rumohr" (1941-1945)

von Uwe Fentsahm

Lageplan des Gemeinschaftslagers Rumohr

[Zeichnung aus Uwe Carstens: Das Lager Rumohr, in: Mitteilungen des Geschichtsvereins für das ehemalige Amt Bordesholm, April 1995 (Heft 5), S.13 ff. Die Angaben zum Kaufmann und zur Nissenhütte beziehen sich auf die Nachkriegszeit, als das Lager zur Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen diente.]

Das „Gemeinschaftslager Rumohr“ war 1941 im Auftrag der Stadt Kiel auf der südwestlichen Seite des Rotenhahner Weges, nördlich des Hüttenkrattweges und südlich des Vorderkamps errichtet worden. Es befand sich also auf der Hälfte der Strecke von Rotenhahn nach Rumohr [ungefähre Positionsangabe: 54.25, 10.03].

Die Stadt Kiel hatte einen Pachtvertrag über das 8.950 qm große Lagergelände mit dem Bauern Christian Lütt abgeschlossen [1] und ließ dort zunächst fünf große RAD-Baracken errichten (A, B, C, D, E). Hinzu kamen drei kleinere Baracken (H, K, L) und zwei noch kleinere Baracken (R, Q).

Das Gebäude F stellte eine der beiden Wirtschaftsbaracken dar (mit dem kleinen Saal), das Gebäude G war die größere Wirtschaftsbaracke (mit der Küche und dem großen Saal). Hinzu kamen die Pumpenbaracke, die Waschbaracke, Abstellräume und zwei Aborte. Die Verwaltung des Lagers residierte in Baracke I.

Teil 1 Die Versorgung der Stadt Kiel mit Arbeitskräften 1941-1945
Teil 2 Die Wahrnehmung der "Ostarbeiter" durch Flintbeker Zeitgenossen
Teil 3 Gab es hier eine "Ausländerkinder-Pflegestätte" (AKPS)?


[1] Pachtvertrag vom 15.5.1942 im Stadtarchiv Kiel?